Samsung ist enttäuscht über das Verkaufsverbot

Ein deutsches Gericht hat Samsung verboten das Galaxy Tablet zu verkaufen da es nach Meinung der Richter dem iPad viel zu ähnlich ist. Im Falle einer Zuwiederhandlung droht Samsung eine Strafe von 250’000 Euro. Jetzt hat sich erstmals Samsung zum Fall geäussert.

Der Stein des Anstosses- das Galaxy Tablet Bild: Samsung

Samsung ist inbesondere sehr darüber enttäuscht dass es vor dem Verkaufsverbot keine Anhörung gab und hat bei Reuters dazu eine Stellungnahme veröffentlicht. Der deutsche Blogger Florian Müller hat sich eingehend mit dem Fall beschäftigt und ist zum Schluss gekommen dass  eine Anhörung im Falle einer einstweiligen Verfügung gar nicht notwendig ist. In einem Blogeintrag legt er seine Argumente ausführlich dar.

Hier in der Schweiz ist das Galaxy Tablet nach wie vor erhältlich und der Fall zeigt sehr schön dass es auch einige Vorteile hat wenn ein Land nicht in der EU ist. Wer das Tablet unbedingt braucht kann ansonsten auch noch auf die Niederlande ausweichen denn auch dort gelten etwas andere gesetzliche Bestimmungen und das Tablet wird dort weiterhin verkauft, zumindest noch.

Viele Nutzer sind aber wohl zu Recht der Meinung dass die Entscheidung der Richter überzogen ist und das sich die Geräte nicht so stark ähneln dass es ein Verkaufsverbot rechtfertigen würde. Letzten Endes leiden wieder einmal die Kunden unter einer schwer nachvollziebaren richterlichen Entscheidung die in letzer Konsequenz auch die Marktvielfalt einschränkt. Es stellt sich wirklich die Frage ob dieser Fall nicht anders zu lösen wäre.

via golem.de

Links:

Patentschrift von Apple auf die sich Apple beruft

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3 Antwort zu to Samsung ist enttäuscht über das Verkaufsverbot

  1. Ich denke letztendlich schadet sich Apple mit dieser Politik doch nur selbst. Was einmal als “alternatives” und “schickes” Unternehmen startete, geht jetzt mit denselben Methoden vor wie die meisten anderen Megakonzerne auch. Das wirkt unglaubwürdig, zumal klar war dass andere Firmen ein Smartphone mit einem größeren Display ebenso bauen können.

    • Denkmaschine says:

      Ich bin eher der Meinung dass Apple damit durchkommt. Microsoft stand früher ebenso in der Kritik weil sie ganz ähnlich agierten wie Apple heute. Wirklich geschadet hat das Microsoft nicht ausser dass es heute nach wie vor viele gibt die Microsoft dafür hassen. Insofern stimmt es schon denn wirklich vorteilhaft ist es nicht wenn ein Unternehmen wenn ein Unternehmen von so vielen Nutzern gehasst wird. Ich bin aber schon der Meinung dass Samsung wirklich sehr dreist kopiert denn rein optisch sehen sich iPad und das Samsung Galaxy Tab extrem ähnlich und auch bei der Benutzeroberfläche hat sich Samsung grosszügig bedient. Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Aussage von Steve Jobs aus etwas früheren Tagen als er in einem Interview sagte dass gute Künstler kopieren und die besten Künstler klauen. So betrachtet hat er keinen Hehl daraus gemacht dass sich auch Apple genauso grosszügig bei anderen Herstellern bedient hat. Heute hat das Apple halt nicht mehr nötig weil sie selber kopiert werden. Es ist einfach doof dass die Marktkämpfe inzwischen vor Gericht und nicht mehr auf dem Markt selber ausgetragen werden.

  2. Pingback: Steve Jobs: wir haben schon immer schamlos kopiert- deshalb verklagen wir nun Samsung | Denkmaschinen-Blog

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