Studie: Bloggen hilft Jugendlichen mit sozialen Ängsten

Bloggen kann Teenagern mit Angst vor sozialen Kontakten helfen, ihre Selbsteinschätzung zu verbessern und sich besser mit Freunden zu verstehen, ausserdem wird positives soziales Verhalten durch Bloggen gefördert. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der American Psychological Association.

Schreiben ist gesund! (Bild: Witheyes on Flickr Creative Commons)

Die Studie, die an der Universität in Haifa durchgeführt wurde hat gezeigt, dass sich die Selbstwahrnehmung von Teenagern die sich vor sozialen Kontakten fürchten durch das Schreiben eines Blogs verbessert. Sie werden dadurch mitfühlender und können sich besser in die Gefühlslage anderer Menschen hineinversetzen.

“Die Forschung hat gezeigt, dass das Schreiben eines persönlichen Tagebuchs und andere Formen sich schriftlich auszudrücken eine gute Möglichkeit darstellt mit emotionalem Stress umzugehen und sich besser zu fühlen,” sagt die Hauptautorin der Studie, Meyran Boniel von der Universität Haifa in Israel. “Teenager sind sowieso ständig Online, Bloggen fördert den freien Ausdruck und erleichtert die Kommunikation mit anderen.” so Boniel.

Blogger gehen einfacher mit emotionalem und sozialem Stress um

Bloggen hilft den Teenagern besser mit sozialem Stress umzugehen als wenn sie nur ein persönliches Tagebuch führen. Insgesamt Studie 161 Studenten – 124 Mädchen und 37 Jungen, Durchschnittsalter 15 wurden für die Studie ausgewählt, weil alle von ihnen mehr oder weniger Angst vor sozialen Kontakten hatten. Allesamt hatten Probleme neue Freunde zu finden oder bereits bestehende Beziehungen zu pflegen.

Blog vs. Tagebuch

Vier Gruppen von Studenten wurden beauftragt zu Bloggen. Zwei davon sollten sich in ihren Postings auf ihre sozialen Probleme konzentrieren, eine Gruppe davon erhielt die Möglichkeit auf Kommentare zu antworten, die zwei anderen Gruppen durften schreiben worüber sie wollten und eine der Gruppen durfte wieder auf alle Kommentare antworten.

Das beantworten der Kommentare war nicht zwingend notwendig. Zwei zusätzliche Gruppen wurden zur Kontrolle gebildet, eine sollte ein privates Tagebuch über ihre sozialen Probleme führen, die andere Gruppe nicht. Die Teilnehmer die Bloggten und Tagebuch führten sollten über einen Zeitraum von 10 Wochen mindestens zweimal pro Woche einen neuen Eintrag schreiben.

Der Blog schlägt das persönliche Tagebuch

Vier Experten, alle mit Doktorabschluss in psychologischer Beratung und Psychologie wertete die Postings aus und fand heraus, dass die Gruppe der Blogger eine signifikant verbesserte Selbsteinschätzung zeigte, besser mit sozialem Stress umgehen konnte und auch positives soziales Verhalten konnte bei den Bloggern im Vergleich zu ihren Kollegen und Kolleginnen, die nur ein persönliches Tagebuch führte deutlich häufiger beobachtet werden.

Kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Die grössten Verbesserungen zeigten sich in der Gruppe der Blogger die über ihre sozialen Schwierigkeiten schrieb und auf Kommentare antworten durfte. Interessant ist auch dass es zwischen Jungen und Mädchen kaum Unterschiede gab.

Auch Erwachsene können vom Bloggen profitieren

Die Studie wurde zwar mit Teenagern durchgeführt, ist aber unserer Meinung nach praktisch 1:1 auf Erwachsene übertragbar. Bloggen kann helfen besser mit sozialem Stress umzugehen, es stärkt das Selbstvertrauen und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, es hilft einem sich verbal besser auszudrücken und kann auch dabei helfen, neue Freunde zu finden und leichter auf fremde Menschen zuzugehen.

So betrachtet können wir euch nur empfehlen: Fangt an zu Bloggen, egal ob ihr jung oder alt, männlich oder weiblich seid! Abgesehen von den positiven Auswirkungen die durch diese Studie belegt wurden- Bloggen macht ganz einfach Spass!

via sciencedaily.com

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2 Antwort zu to Studie: Bloggen hilft Jugendlichen mit sozialen Ängsten

  1. Und dabei denkt man doch, dass einem das Bloggen abschottet . Nerd Hobby und so ;-)
    Aber klar, wenn man überhaupt keine Kontakte hat, dann kann man sich mit einem Blog Zugang zu einer ganzen Welt schaffe. Sehr interessante Studie.
    Danke für den Hinweis auf meinen Artikel ;-)

  2. Denkmaschine says:

    Hallo Dani, Ich habe dir für deineTips zu danken, ich lese auch deinen Newsletter regelmässig, da ist auch immer wieder was wertvolles dabei!

    Zum Artikel: das ist ist ein Vorurteil- sicher gibt es auch Blogger die sich abschotten aber ein Blogger muss schon ein bisschen eine Rampensau sein um den Job überhaupt zu machen, ein Blogger ist fast wie Musiker der sich auf eine Bühne stellt und sich produziert, nur dass der Blogger nicht ganz so schrankenlos mit dem Publikum interagieren kann.

    Darum fand ich interessant, dass man die Teilnehmer auch Tagebücher führen liess. Das Schreiben eines Blogs oder Tagebuchs kann jedem helfen, sich besser mit seiner Persönlichkeit und seinen Schwierigkeiten auseinanderzusetzen, von daher sollte das Pflicht sein ;)

    ch bin überzeugt davon, dass man sich als Blogger persönlich weiterentwickelt und durchs Bloggen auch leichter auch Menschen zugehen kann, schliesslich lernt man so auch viele Menschen mit ähnlichen Interessen, Anliegen, Sorgen usw. kennen. Ein weiterer Punkt ist, dass Schreiben über persönliche Probleme einfach leichter fällt als wenn man ein direktes Gespräch mit jemanden führt.

    Bloggen könnte man auch bei Traumapatienten als Therapie einführen – gerade die Jugendlichen aus Israel die an der Studie teilgenommen haben sind da natürlich vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen hochinteressant, genau wie die Studie selbst. Bloggen war für die Jugendlichen sicherlich fast schon eine Therapie und hat ihnen beim verarbeiten ihrer Traumata bestimmt geholfen.

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