Microsoft will mit Windows 8 offenbar alles über Bord werfen, was vielen Nutzern über die Jahre lieb und teuer geworden ist- nun muss auch das bewährte Logo dran glauben. Das bekannte vierfarbige Windows Fahnen-Logo geht zurück bis auf Windows 3.1. Microsoft verabschiedet sich so von einem grossen Teil der Firmengeschichte. Microsoft hat die bekannte Corporate Design Firma Pentagram beauftragt, um einen dynamischeren Firmenauftritt hinzubekommen. Die Marktforscher prognostizieren Windows 8 trotz der vielen Innovationen aber wenig Erfolg.
Sam Moreau, Chefdirektor für die Windows Benutzerfahrung, äusserte sich in einem Blogpost zum neuen Windows Logo: “Das Windows-Logo ist eine starke und weithin anerkannte Marke, aber als wir es analysiert haben sind wir zum Schluss gekommen, dass ein überarbeitetes Logo das Metro Design viel besser widerspiegelt.” Es gab eine kleine Liste von Agenturen mit denen wir zusammenarbeiten wollten und waren hocherfreut, als Pentagram zugesagt hat. Die illustre Geschichte von Pentagram spricht für sich aber wir waren besonders von ihrem klassischen Grafikdesign angetan, das gut mit den Designprinzipien von Metro zusammenpasst.
grösster Flop seit Windows 2000 ?
Nun bleibt noch die Frage, was mit dem Startmenü passiert- das wird hochwahrscheinlich auch gekickt und ob das den Nutzern so gut gefällt wie Sam Moreau- Wir wagen es stark zu bezweifeln. Windows 8 könnte für Microsoft der grösste Flop in der Firmengeschichte seit Windows 2000 werden. Die Markforscher sagen bereits voraus, dass Windows 8 flopt und dem Image von Microsoft schaden wird.
Windows Store als einziger Vorteil
Der IDC Vizepräsident der Marktforschungsabteilung, Al Gillen, sieht praktisch keine Gründe weshalb die Nutzer zu 8 migrieren werden: “Welchen Vorteil habe ich von einem Umstieg auf Windows 8 ?” so seine Frage und seiner Meinung nach ist einzig der Windows Store ein Grund, der die Nutzer doch zum Umstieg motivieren könnte. Das so hochgelobte Metro Interface- wir finden es persönlich grauenhaft designt um das Kind beim Namen zu nennen, ist ein weiterer Kritikpunkt von Gillen. Die Erfahrungen der Developer Preview zeigen klar, dass hier das grösste Manko liegt: den Spagat zwischen Touch-Bedienung und Maus/Tastatur ist kaum zu schaffen.
Kompatibilitätsprobleme und Metro
Metro ist mit einem herkömmlichen Rechner nicht vernünftig benutzbar und wird von den allermeisten Nutzern wohl gleich wieder deaktiviert. Hier sollte Microsoft dringend auf die Nutzer und auch IDC hören und noch nachbessern, bevor es zu spät ist. Mit Windows 8 führt Microsoft wie schon bei Vista neue Sicherheits- und Hardware-Implementationsrichtlinien ein. Das zwingt die Entwickler wieder, ihre gerade erst angepassten Programme erneut fast komplett neuzuschreiben und ob die schon wieder Lust haben sich soviel Arbeit aufzuhalsen ist eher fragwürdig.
Migration von Unternehmen zu Windows 8 unwahrscheinlich
Ein weiteres Schwierigkeit ist die grosse Popularität von Windows 7. Gerade Unternehmen sind üblicherweise wenig wechselfreudig und werden wohl kaum umsteigen da sie eben erst richtig viel Geld in die Migration zu Windows 7 bezahlt haben. Somit ist es absehbar, dass viele Unternehmen wie damals bei Vista abwarten bis Windows 9 erscheint. Windows 8 ist sicher kein schlechtes Betriebssytem und sehr innovativ aber wieder einmal könnte zuviel Mut für Neues von den Kunden bestraftt werden. Am meisten Chancen hat Windows 8 noch auf dem mobilen Sektor, hier wird Windows sicherlich seine Käufer finden. Nun muss Microsoft die Programmierer überzeugen, damit Windows 8 wenigstens bei den Tablets etwas Bewegung in den Markt bringen kann.
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